Was ist ein Salesfunnel?


Es wird immer häufiger von Sales Funnels, Online Marketing und ähnlichem gesprochen. In diesem Artikel erkläre ich dir rund um um den Sales Funnel, alles was du rund um das Thema wissen musst.

Was ist ein Sales Funnel (Verkaufstrichter)?

Ein Sales Funnel bzw. Verkaufstrichter ist eine aus verschiedenen Komponenten wie E-Mail Marketing, Verkaufsseiten & (Digitalen-) Produkten erstellter Trichter. Er selektiert automatisch die Website Besucher bis hin zum Kunden. Eine automatisierte Verkaufsmaschine.

Die Stufen eines Funnels

Im ersten Schritt deines Funnels wird natürlich grundsätzlich selektiert. Es wird geschaut, ob die Person die die erste Seite deines Funnels sieht, sich dafür interessiert & für deine Produkte/Infos in Frage kommt.

Der Zweite Schritt verlockt oftmals mit ein paar günsteren Produkten, um zu schauen wie ernst es deinem Interessenten ist. Evtl. hat er oder sie sich ja auch nur für etwas kostenloses eingetragen, damit er oder sie mehr Informationen bekommt.

Das heißt du qualifizierst deine Kontakte im 2. Schritt noch einmal besser. Somit solltest du jetzt an einem Punkt sein, um deine Werbekosten zu decken und ggf. auch ein paar € zu verdienen.

Jetzt ist die Basis geschaffen um Geld zu verdienen. Im nächsten Schritt kommen dann teurere Produkte bzw. das Hauptprodukt. Damit wird natürlich grundsätzlich das Geld verdient.

Wenn der Schritt funktioniert, hast du einen funktionierenden Funnel, der dir weiterhilft um wirklich online Geld zu verdienen. Doch danach ist natürlich nicht Schluss. Am Ende des Funnels kannst du einen Profitmaximierer einbauen. Das heißt für den einen % deiner Kontakte reicht dein normales Produkt ggf. nicht und wollen persönliche Betreuung.

Somit kann man also am Ende der Fahnenstange 5 Stellig oder höher verkaufen. Der Weg lässt sich “abkürzen” durch den ein oder anderen Trick, aber Grundsätzlich gilt: Wenn nicht alles in deinem Funnel passt, stagniert er.

Wie genau funktioniert ein Sales Funnel?

Ein Sales Funnel ist in verschiedenen Stufen aufgebaut. Das Grundprinzip des Funnels ist allerdings klar. Er soll dir den “kalten” Website Besucher automatisiert in einen Kunden umwandeln.

Das heißt mit anderen Worten, dass ein automatisierter Prozess abfragt, ob du dich für ein gewisses Thema interessiert bzw. ob du du ein spezielles Problem hast, das jemand lösen für dich lösen kann.

Die Eröffnung deines Funnels

Oftmals werden im ersten Schritt hochwertige Informationen preisgegeben. Nehmen wir beispielsweise eine Website für Rückenschmerzen. Du Informierst dich über Rückenschmerzen bzw. wie du sie loswerden kannst.

Somit würdest du jetzt im ersten Schritt eine Aufforderung erhalten, deine E-Mail Adresse einzugeben, damit du ein E-Book oder eine Anleitung gegen die Rückenschmerzen erhältst. Dieser Schritt nennt sich im Funnel Opt-In. In diesem Moment hast du also die E-Mail Adresse gegen hochwertige Informationen getauscht.

Die E-Mail Kaskade

Nachdem die ersten Leads (E-Mail Adressen) bei dir eingegangen sind, hast du ja bisher noch nichts getan außer hochwertige Informationen an einen fremden verschenkt. Und um das jetzt zu ändern, musst du deine Leads qualifizieren.

Wir sorgen also dafür, dass aus kalten Leads warme Lead werden, die nur darauf warten deine Produkte zu kaufen. Mit anderen Worten wird also dafür gesorgt, dass deine hochwertigen Informationen (Leadmagnet) deine Zielgruppe schon überwältigt.

Doch viele Leute tätigen keine “Impulskäufe”. Das heißt also, dass die wenigsten jetzt dein Produkt kaufen. Um das zu ändern nutzen wir eine Reihe an E-Mails die mehr Informationen und Vorteile von dir & deinem Produkt aufzeigt.

Gehen wir ein paar Beispiele durch, die sind natürlich davon abhängig, wie viele Produkte du hast. Es kann also sein, dass du 3 Produkte hast, die in verschiedenen Preiskategorien aufgeteilt sind.

Theoretisch kannst du so viele Produkte wie du willst zwischenschalten. Somit kannst du selbst entscheiden wie du das aufbauen möchtest. Die E-Mails kannst du glücklicherweise so verknüpfen, dass du immer weißt, wer was gekauft hat und deine Kontakte effizient verwalten. Wäre ja blöd, wenn jemand ein Produkt schon gekauft hat und du es weiterhin mit E-Mails Promotest.

Es gilt die Grundregel, dass du deinen E-Mail Verteiler nicht mit Müll zuspammen sollst. Das heißt, dass du nicht in jeder E-Mail Angebote und Rabatte raushaust, sondern qualitativ hochwertige Informationen teilst.

Dazu gehören Fallstudien, Beispiele, Vorteile, Wichtige Informationen rund um dein Thema. Du sicherst dir also deinen Expertenstatus. Und dann macht es Sinn ein Angebot per E-Mail mitzuteilen. Mit anderen Worten hast du beispielsweise von 10 E-Mails 7-8 E-Mails die nur Informationen und Tipps teilen.

Dann wiederum hast du 2-3 E-Mails die ein Angebot promoten. Das ist ein wichtiger Bestandteil deines Funnels. Die E-Mails werfen deine Kontakte wieder und wieder in die einzelnen Schritte. Immerhin kommen die wenigsten auf dich zu und sagen dann “Hey, ich will Kunde bei dir werden – mach mir mal ein Angebot”.

Das Ziel mit deinen Kontakten [Verkaufs- bzw. Opt-In-Seite]

Jetzt schon viel geschehen in deinem Funnel. Du hast eine Möglichkeit deine Kontakte zu generieren [E-Mail Adresse & ggf. Name], ihnen Informationen auszuliefern & gleichzeitig wieder E-Mails mit weiteren bzw. anderen Informationen zukommen zu lassen.

Jetzt ist die Frage, welche Produkte bzw. welches Produkt du verkaufst. Sollte es ein Digitales Produkt sein, also ein Produkt, dass per Download oder Mitgliederbereich ausgeliefert wird, hast du es “relativ einfach”. 

Vermutlich besitzt du schon deine Plattform um das Produkt auszuliefern, andernfalls empfehle ich einsteigern bzw. Leuten die sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben DigiMember und Digistore24.

Die 2 haben zwar Digi im Namen vorne, gehören allerdings nicht zusammen. Natürlich lassen die 2 sich verknüpfen, allerdings sind das komplett andere Dienste bzw. Hersteller. Auch wenn du eine andere Plattform nutzt, benötigst du in jedem Fall eine Verkaufsseite.

Diese Verkaufsseite hat einzig und alleine nur das Ziel das eine Produkt zu verkaufen. Es gibt keine anderen Buttons, Menüpunkte oder ähnliches. Du hast lediglich die Möglichkeit dich über das Produkt zu informieren und das Produkt zu kaufen.

Es ist also wichtig, den Fokus lediglich auf das Produkt und auf nichts anderes auf der Verkaufsseite zu lenken. 

Was solltest du tun, wenn du 2 Produkte verkaufen willst?

Packt man jetzt beide Produkte auf eine Sales Page oder macht man eine 2.? Das ist eigentlich ganz einfach. Sollte dein Produkt immer “das gleich sein” nur in 3 Varianten angeboten werden, kannst du es auf eine Seite packen.

Solltest du beispielsweise 2 unabhängige Produkte voneinander haben oder 2 Produkte die aufeinander aufbauen, hast du sicherlich verschiedene Preise für deine Produkte vorgesehen. Dementsprechend ist ein Produkt quasi der “Upsell”.

Das heißt, in deinem Funnel, wird in den ersten 10 E-Mails das 1. Produkt “beworben” und dann in den nächsten 10 E-Mails das 2. Produkt. Jeweils auf verschiedenen Verkaufsseiten natürlich.

Ein Beispiel dafür wäre folgendes:

Bild 1: Hier werden mehrere Produkte verkauft, die immer teurer werden. Bishin zu deinem Hauptprodukt. Somit filterst du automatisch deinen Traumkunden. Bild 2: Hier umgehst du die mehreren Verkäufe um direkt am Telefon zu filtern, wer eigentlich für dein Hauptprodukt oder Dienstleistung in Frage kommt. Bild 3: Hier nimmst du ein komplettes Webinar zu deinem Thema auf. In dem Webinar wird am Ende selektiert und entweder zum Call aufgerufen oder dein Hauptprodukt verkauft. Das Webinar ist der Leadmagnet.

Das klingt jetzt bestimmt so, als würde ein Sales Funnel alle Geldprobleme lösen. Und ich kann dir sagen: Ja, ein guter Funnel ist definitiv dazu in der Lage! Doch fangen wir am besten ganz am anfang an. Wenn ein Sales Funnel so gut ist, wieso hat dann nicht jeder einen?

Die 3 Probleme die ein Sales Funnel haben kann

  1. Dein Copywriting muss stimmen

Die Texte und natürlich auch Bilder auf deiner Website müssen natürlich absolut gut zu deinem Produkt passen. Copywriting ist eine Art die Gedanken deiner Kunden zu kennen und in deinem Werbe- bzw. Websitetext wiederzugeben. Wenn du diesen Skill beherrscht (oder dir aneignest) hast du eine große Hürde genommen.

Das heißt also, wenn du nicht weißt, was auf deine Website für Texte drauf sollen… Weißt du auch nicht wie du dein Produkt am besten verkaufst. Das heißt, du musst deine Zielgruppe ermitteln und dafür sorgen, dass du herausfindest, was genau sie will.

Mit anderen Worten: Was ist das Problem, das du für deine Zielgruppe lösen kannst? Meistens ist das Problem nicht das eigentliche Problem. Nehmen wir als Beispiel mal Rückenschmerzen. Natürlich ist es cool, wenn du die Rückenschmerzen deiner Kunden beenden kannst.

Doch du verkaufst ihnen dein Programm nicht in dem du sagst “Und dann sind deine Rückenschmerzen einfach weg”. Im gegenteil musst du herausfinden, was deine Zielgruppe durch die Rückenschmerzen nicht mehr tun kann, bzw. erschwert tun kann.

Je nachdem ob du Sportler, ältere Frauen oder junge Teenager hast, muss dein Werbetext anders aussehen. Du solltest also in der Lage sein, zu wissen, dass eine Mutter mit Rückenschmerzen ihr altes Hobby nicht mehr ausüben kann.

Dir muss bewusst sein, dass sie ihr Kind evtl. nicht mehr hochheben kann, weil die Schmerzen das verhindern. Es ist essentiell wichtig, das Problem hinter dem Problem zu kennen.

Denn du ermöglichst mit deinem Produkt nicht die Möglichkeit, dass jemand keine Rückenschmerzen hat. Sondern du sorgst dafür, dass das Leben wieder Lebenswert wird. Dass die kleinen Dinge im Leben wieder zurückgebracht werden können usw. 

Wenn du in der Lage bist, genau diese Probleme herauszufinden und dann mit deinem Produkt vernünftig bewerben kannst, beherrscht du das Copywriting und wirst bedeutend mehr Sales erzielen.

  1. Die technische Herausforderung eines Sales Funnels

Es gehört ja doch einiges dazu, um einen eigenen Sales Funnel zu bauen. Beispielsweise benötigst du eine Website, bzw. Landingpage oder eine komplette Funnel Software. Zusätzlich kommt das E-Mail Marketing hinzu, um deine Leads zu verwalten. Auch um Webinare abspielen zu könne benötigst du gewisse Programme.

Solltest du viel mit Videos arbeiten kann es sein, dass du Vimeo oder Youtube verwenden musst. Mit der Software solltest du dich also auskennen. Das kann ganz schön verwirrend werden. Ich gebe dir natürlich auch meine Empfehlung mit.

Ggf. musst du deine Landingpages und Splittesten und solltest auch das einrichten können. Wenn du ausschließlich mit einer Website ohne zusätzliche Software arbeiten willst, benötigst du einen Hoster, eine Domain, Datenbank usw. 

Je nachdem wie du deinen Funnel aufbauen willst, ist es enorm wichtig, dass du wirklich alle Komponenten bedienen kannst und weißt, welche du benötigst & wie du sie verknüpfst. Denn nicht alle Software kannst du automatisch verknüpfen. Da solltest du unbedingt darauf achten. 

Doch aus dem ganzen Chaos, gibt es auch einfache Möglichkeiten, die dir wirklich viel Arbeit abnehmen. Das kann dementsprechend allerdings ganz schön ins Geld gehen. Denn die ganzen Programme können bis zu 999€ mtl. kosten (je nach Größe deines Unternehmens bzw. Anzahl der Leads oder des Traffics.

Software mit der ich gearbeitet habe und welche ich Empfehlen kann.

Welche Software kann ich für Landingpages empfehlen?

Der Grundsatz bleibt der gleiche: Wenn dein Text und dein Produkt nicht zur Zielgruppe passen, kannst du das tollste Design auf deiner Landingpage haben & es wird nicht funktionieren.

Doch hier mal ein paar Möglichkeiten um Landingpages zu bauen:

Leadpages (relativ günstig)

Mit Leadpages kannst du wirklich einfach Landingpages bauen & auch digitale Produkte ausliefern. Leadpages gibt dir auch ihren größten Vorlagen sogar Hinweise und Tipps, wie du die Conversion auf deiner Seite steigerst.

Deren Fokus ist es Leads zu gewinnen. Natürlich kannst du auch komplette Funnels damit bauen und Produkte verkaufen. Allerdings ist das nicht in der kleinen Version möglich. Solltest du also Anfänger sein oder eher am Anfang deiner Karriere, kann ich dir Leadpages wirklich empfehlen. 

Für große Funnels mit vielen digitalen Produkten ist Leadpages vermutlich die falsche Anlaufstelle. Denn du musst jede Seite einzeln und manuell verknüpfen damit ein “Funnel” daraus entsteht. Somit ist es viel Aufwand den Funnel zu Splittesten und bessere Ergebnisse zu erhalten.

Elementor (sogar kostenlos)

Elementor ist ein Plug-In das auf WordPress Basis installierbar ist. Das Plug-In bietet bedeutend mehr funktionen, da es vermutlich darauf spezialisiert ist Websiten zu bauen. Allerdings kannst du damit auch Landingpages bauen.

Der Aufwand ist allerdings bedeutend höher als mit einer speziellen Funnel oder Landingpage Software. Doch für alle die wenig bis gar kein Geld für Online-Marketing ausgeben wollen, können mit Elementor eigentlich nichts falsch machen.

Zusätzlich, kostet die Pro Version für eine Website pro Jahr nur 50€. Also ein erschwingliches Investment, um ein ganzes Jahr lang die “guten” Funktionen zu nutzen. Allerdings ist ein Funnel, der mit Elementor eingerichtet wird, keine einfache Kiste.

Dafür muss man sich schon ein wenig auskennen. Andernfalls wird das schwer. Glücklicherweise gibt es unzählige Elementor Videos auf Youtube. Solltest du also ein Problem haben oder nicht weiterkommen, findest du sehr wahrscheinlich die passende Lösung kostenlos.

Clickfunnels (das Tool der Tools für Funnels)

Clickfunnels bietet unwahrscheinlich gute Vorlagen und hat ein sensationelles Funnelsystem. Du kannst also spielend einfach deine Seite einrichten, Produkte über Stripe hinzufügen, A/B Splittesting machen, E-Mail Marketing Software einbinden, Webinare Verknüpfen usw. 

Wenn du willst, die Premiumsoftware für deine Funnels. Selbst das Affiliate System ist unglaublich und kann große Gewinne abwerfen. Das ganze ist nur empfehlenswert, wenn dich 100$ im Monat nicht stören. Um genau zu sein kostet Clickfunnels 97$ monatlich (das kleinste Paket).

Doch wenn du mit genug Traffic und anderen Plattformen arbeitest ist das ein tolles Tool!

Software die wir verwenden

Ich persönlich arbeite gerne mit Leadpages, Webinaris, WordPress, Zapier & All Inkl. Leadpages am häufigsten für die Landingpages bzw. Salespages. Sollte ich einen Funnel mit mehreren Produkten benötigen, bevorzuge ich Clickfunnels.

Um Webinare auf Autopilot abzuspielen nutze ich Webinaris. Allerdings kann ich hier nicht besonders viel zu der Konkurrenz sagen. Da ich um ehrlich zu sein, noch gar nichts anderes getestet habe. Hat bisher alles genauso funktioniert wie geplant.

WordPress wird für die Websiteerstellung verwendet. Hier hast du wirklich unzählige Möglichkeiten durch die Plug-Ins die man sich herunterladen kann. Auch viele Schnittstellen gibt es für große Plug-Ins oder Softwareanbieter.

All Inkl. ist ein Hosting- & Domainanbieter. Hier kannst du deinen Websitenamen kaufen und eine Datenbank dafür erstellen. All Inkl. ist für seinen super schnellen Support bekannt. Egal, was für ein Problem du hast, es wird enorm schnell bearbeitet.

Zaper erledigt alles, wofür es keine Schnittstellen gibt. Manchmal ist es zwar ein bisschen blöd, die einzelnen Dinge zu verknüpfen. Doch sollte irgendetwas nicht kompatibel sein, erledigt Zapier das!

Chris

Als ehemaliger Vermögensberater durfte ich in 6 Jahren Selbstständigkeit einiges über Kundengewinnung lernen. ChrisMarketing hat schon vielen selbstständigen geholfen neue Kunden zu gewinnen. Deshalb möchte ich meine besten Tipps mit dir teilen. Außerdem besitze ich eine kleine Katze. (Lacy)

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